Das war sie: die Schulskifahrt 2026 nach Neukirchen

Man könnte meinen, dieses Tagebuch sei der ehrliche Versuch, eine Skifahrt lückenlos festzuhalten. Und tatsächlich: Vieles wurde notiert, manches sogar direkt nach dem Geschehen. Allerdings haben sich dabei kleine Ungenauigkeiten eingeschlichen – hier fehlt eine Szene, dort wirkt eine Erinnerung plötzlich ein bisschen zu krass. Ob wirklich alles genau so passiert ist, wie es hier steht, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen. Aber eines ist sicher: Es war eine Skifahrt, die es wert war, aufgeschrieben zu werden und sie hat allen viel Spaß gemacht.

Tag 1 – Donnerstag – Anreise
Am 5. März 2026 fuhren wir mit dem Reisebus voller Aufregung auf die Klassenfahrt. Dabei fuhren wir nicht früh am Morgen los, sondern starteten die Reise spät in der Nacht. Alle luden ihre Sachen ein, bevor wir in den Bus einsteigen konnten, um loszufahren. Dann fuhren wir auch schon um 23:35 Uhr los. Da wir in der Nacht fuhren, schliefen die Meisten. Ab und zu machten wir dann auch mal eine Rast, um Snacks zu kaufen oder auf die Toilette zu gehen. Wenn man wollte konnte man aber auch im Bus bleiben, was auch Manche machten. Auf der Fahrt passierte aber nicht recht viel, da die Meisten, wie schon gesagt, schliefen.

Tag 2 – Freitag – Ankunft
Wir kamen in Österreich, an der „Pension Krausenhof“ an, die für die nächste Woche unsere Unterkunft sein wird. Nach einer langen Besprechung vor der Pension durften wir auf die Zimmer und sie begutachten. Die Meisten fanden ihre Zimmer nicht sehr gut, da auf den Betten Brotkrümel lagen und Manche berichteten, dass jemand auf ihr Bett gemacht hat. Doch das Schlimmste war, dass es keine Einzelbetten gab, sondern man zu dritt in einem Bett schlafen musste.
Nach dem Einchecken und Bettenmachen gingen wir zum Skiverleih. Wir starteten unser 3,5-Stunden-Tour (inkl. Skiausleihen). Wir gingen geordnet in Zweierreihen los. Nach 30 Minuten langen Laufens kamen wir beim Skiverleih an. Es wurde sehr chaotisch, aber nach langen zwei Stunden hatte jede/r seine Sachen zusammen und wir konnten wieder zum Bus gehen, der uns zum Essen brachte.

Zum Mittagessen gab es eine Brühe mit Nudeln, die den meisten nicht schmeckte.

Nach dem Mittagessen hatten wir erstmal ein bisschen Freizeit, bevor wir einen langen Marsch zum Supermarkt antraten. Dort stürmte dann jeder rein und versorgte sich mit Süßigkeiten für die ganze Woche. Manche kauften für 20 €, gar 40 €, Süßigkeiten ein, andere waren aber bodenständig und gaben nur wenige Euro aus.

Wieder zurück in der Pension angekommen, spielten wir noch ein wenig bis zum Abendessen. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomaten-/Bolognesesauce.

Nach dem Essen lernten wir die Skilehrer und Gruppen kennen. Wir besprachen noch kurz die Regeln auf der Piste und konnten dann in unsere Zimmer gehen. Wir turnten und spielten noch in unseren Zimmern und in den Gängen. Die Nacht war durchwachsen.

Tag 3 – Samstag – erster Pistentag
Nachdem wir aufgestanden waren, haben wir uns fertig gemacht, um Frühstück zu essen. Wir machten uns ein paar Brötchen und Brote bereit, damit wir sie essen oder in die Lunchbox tun. Wir mussten uns so schnell wie möglich umziehen, um noch den Bus zu bekommen. Wir gingen los und warteten ein Weile an der Haltestelle. Daraufhin kam der Bus und brachte uns samt Skisachen zur Gondel. Dort holten wir die Skier aus dem Depot, bekamen die Skipässe und fuhren hoch auf den Berg. Auf dem Berg stellten alle Kinder erstmal ihre mitgebrachten Rücksäcke im Pausenraum ab. Nachdem dies geschehen war, machten wir daraufhin Übungen, um uns warm zu machen.

Die meisten Gruppen begaben sich erstmal zum Anfängerhang, um sich ein bisschen einzufahren. Die Anfängergruppen blieben auf diesem Hügel, aber die Fortgeschrittenen und Könner fuhren schon auf blaue und roten Pisten. Die Könner konnten mehr oder weniger frei fahren, mussten jedoch auch ab und zu ein paar Übungen machen.

Bei den Anfängern ging es noch darum, zu bremsen und wie man Kurven gut nimmt. Die Fortgeschrittenen sind auch vorsichtig die Pisten runter gedüst und machten Übungen.

Um 12:00 Uhr trafen sich alle im Pausenraum, um ihr Lunchpaket zu essen.

Um 13:00 Uhr ließen die Lehrer die Kinder wieder auf die Pisten los. Die Kinder fuhren dann bis 14:30 Uhr munter die Piste entlang.

Danach brachten uns die Gondeln wieder an den Fuß des Berges. Wir brachten die Skier wieder ins Depot und liefen zur Bushaltestelle. Dort warteten wir eine Ewigkeit auf den Bus. Wir liefen zurück zur Pension, um uns alle auszuruhen. Aber vorher war duschen angesagt. Dafür legten wie eine Reihenfolge fest. Bei manchen war das Wasser schon kalt.

Nach dem Abendessen war um 19:30 Uhr Spieleabend. Es gab ganz verschiedene Spiel wie Uno, Kniffel, Quartett und noch vieles mehr.

Später gab es noch einen Sauberkeitswettbewerb. Wer am besten das Zimmer aufräumt, konnte die höchste Punktzahl erzielen.

Tag 4 – Sonntag – zweiter Pistentag
Aufstehen und Frühstück waren wie am ersten Tag, allerdings mussten wir lange vor der Pension warten, bevor wir losgehen konnten. Das lag wohl daran, dass ein Schüler Brot, Äpfel und andere Lebensmittel von Balkon geworfen hatte und wir diese mühselig aufsammeln mussten.

Wieder Busfahrt, Skisachen aus dem Depot holen, mit der Gondel auf den Berg fahren und die Rucksäcke in den Pausenraum legen.

Nach dem Aufwärmen übten die Anfänger noch Kurven und manche sind ineinander gefahren, da die Wenigsten schon bremsen konnten. Die zwei Könnergruppen von Skilehrer Lennard und Frau Kraus durften sogar zum ersten Mal eine schwarze Piste runterfahren. Und beide Gruppen waren anschließend noch im Funpark.

Wir fuhren wieder mit Gondel und Bus zurück.

Zum Abendessen gab es Chili con Carne und Kaiserschmarn.

Dann machten wir noch einen Filmabend, bei dem wir „The Greatest Showman“ geguckt haben. Dies war ein Film mit sehr starker Musikeinlage, was vielen nicht gefiel.

Am Ende des Tages machten wir noch die Zimmer sauber. Als ein Zimmer schon fast geschlafen hatte, sagte ein Schüler ganz plötzlich: „Mein Fuß blutet!“ Seine Mitschüler leisteten zum Glück schnell Hilfe und holten die Lehrer, um die Blutung zu stoppen. Es handelte sich wahrscheinlich um eine Warze. Es konnten dann aber doch alle beruhigt schlafen.

Tag 5 – Montag – dritter Pistentag
Am nächsten Morgen wiederholten wir den Ablauf, doch beim Skifahren passierten diesmal zwei schwere Unfälle. Zwei Schülerinnen verletzten sich. Die Eine prellte sich den Rücken und die Andere verdrehte sich das Knie, weswegen sie Krücken tragen muss und später (evtl.) noch operiert werden muss.

Das Skifahren endete zwar mit einem Schock, aber viele lernten auch, viel besser zu fahren.

Wir fuhren heim, duschten, aßen und machten danach eine Challenge, bei der wir zehn verschiedene Dinge so schnell wie möglich sammeln oder basteln mussten, um einen Preis zu gewinnen.

Dann schliefen wir auch wieder ein.

Tag 6 – Dienstag – vierter Pistentag

An diesem Tag hatten wir andere Lehrer dabei und fuhren nur einen halben Tag Ski, damit wir uns ein bisschen ausruhen konnten. Dies taten wir aber nicht, sondern liefen noch ein paar Stunden in Geschäften und in der Stadt herum. Danach fuhren wir wieder in die Pension und machten wieder einen Spieleabend, bei dem wir am Ende alle gemeinsam noch Werwolf spielten.

Alle machten sich wieder bettfertig und wollten schlafen, doch im letzten Moment übergab sich noch ein Schüler, was bei vielen definitiv für Aufruhr sorgte, da alle sehen wollten, was passiert war. Die Betroffenen schliefen dann aber mit einer riesigen Lücke Bett.

Tag 7 – Mittwoch – fünfter Pistentag
Wir wiederholten die Prozedur. Die Könnergruppe von Frau Kraus durfte endlich die lang ersehnte Abfahrt auf der sehr steilen Piste 19 fahren. Außerdem machten sie die sehr schlechte Talabfahrt nach Bramberg. Leider gab es diesmal noch eine Verletzte, denn eine Lehrerin verletzte sich an der Hand.

Am Ende des Tages machten noch eine Nachtwanderung, bei der wir uns den Nachthimmel angeguckt haben. Wie liefen komplett im Dunkel und durften keine Licht anmachen, was später zu einem Verhängnis wurde. Denn durch das fehlende Licht teilte sich die Gruppe in zwei Hälften auf, wobei die eine den falschen und die andere den richtigen Weg ging. Es fanden die Gruppen aber dann doch wieder zusammen und konnten gemeinsam gemütlich zur Pension zurück laufen.

Tag 8 – Donnerstag – sechster und letzter Pistentag
Am letzten Skitag waren alle aufgeregt. Wir machten zwar das Gleiche wie die Tage davor, aber es trotzdem besonders, da die Gruppen vermischt wurden und es dann 20 Leute in einer Gruppe waren.

Nach dem Skifahren war der Spaß dann aber leider zuende, und wir gaben unsere Skiausrüstung zurück.

Nach dem Duschen wurden wir in den Essensraum gerufen, um den Abschied und die Abfahrt zu besprechen. Wir probten Abschiedslieder für die Pensionswirtin Gabi und die Skilehrer. Der Abschied fand nach der Freizeit, dem Kofferpacken und dem Abendessen im Gruppenraum statt. Als erstes boten die Skilehrer ein tolle Taufe für alle neuen Skifahrer. Anschließend kam Gabi herein und wir sangen ihr das vorher geprobte Abschiedslied. Daraufhin wurde sie sehr emotional und musste erstmal alle drücken. Wir bedankten uns für die tolle Zeit bei ihr und waren von Herzen gerührt. Dann kamen die Skilehrer nochmal herein und wir sangen das umgedichtete Lied „Ein Hoch auf uns“.

Tag 9 – Freitag – Rückreise
Nach einem schnellen Frühstück traten wir mit unseren Reisebussen ca. 7:30 Uhr die Rückreise an. Wir spielten und unterhielten uns die meiste Zeit. Der Bus kam gut durch, weswegen wir schon um 15:45 Uhr in Wiesbaden ankamen.

(D.S.)

Die mitgereisten Lehrkräfte sagen Danke für den Bericht!