Mathematik-Olympiade

Leibnizschüler nehmen erfolgreich am Wettbewerb teil

„Ich knobel gern“, antwortet Maja aus der 6c auf die Frage, warum ihr Mathe soviel Spaß mache und ihr Klassenkamerad David schließt sich ihr da an und fügt hinzu: „Mathe macht Spaß, weil alles logisch und herleitbar ist. Wenn man die wichtigsten Sachen wie die Grundrechenarten oder bestimmte Formeln weiß, kann man damit nahezu alles machen, wenn man über die Aufgabenstellung nachdenkt und das, was man weiß, anwendet.“

Logo, dass sich beide von ihrem Lehrer, Herrn Wildberger, direkt für die Mathematik-Olympiade begeistern lassen und das erste Arbeitsblatt des Wettbewerbs mit nach Hause nehmen. Die erste Runde ist ein Hausaufgabenwettbewerb, bei dem die Mathe-Interessierten erst einmal am eignen Schreibtisch rechnen und knobeln; die Lösungen gehen dann zur Korrektur erst einmal an den eigenen Mathelehrer.
Nachdem Maja und David die erste Hürde erfolgreich genommen hatten, hieß es dann in Runde zwei, eine vierstündige Klausur zu schreiben. Gemeinsam mit allen Fünft-, Sechst- und Siebtklässlern, die sich für die nächste Runde qualifiziert hatten, schrieben die beiden Klassenkameraden diese Mathematikarbeit der besonderen Art. Gemeinsam schwitzten sie im Altbau über „nur“ vier Aufgaben über ganze vier Stunden – eine echte Herausforderung für die jungen Mathe-Talente, die im Regelfall das Klassenarbeitsheft bereits nach 45 Minuten wieder abgeben können.
Maja und David, das Top-Team aus der 6c, schaffte es dann natürlich auch in die dritte Runde der Mathematik-Olympiade: Ab nach Darmstadt hieß es da für die beiden, denn die dritte Runde fand in einem Hörsaal der Universität Darmstadt statt.
Da, wo normalerweise Professoren Vorlesungen halten und Studierende emsig Aufzeichnungen machen oder Klausuren schreiben, um akademische Meriten zu erlangen, stellten sich die beiden Leibnizschüler den nächsten Mammut-Herausforderungen: Innerhalb von zwei Tagen schreiben sie zwei dreieinhalbstündige Klausuren – jeder für sich an einem Klapptisch der schier endlosen langen Sitzreihen sitzend, selbstverständlich mit gebührendem Abstand, damit keiner schummeln kann.
David erinnert sich noch heute an die Prüfungsmappe, die er bei der letzten Runde des Wettbewerbs bekam und die nicht nur dem Prüfungsritual etwas sehr Ehrwürdiges verlieh: Ein grünes Blatt mit den Regeln enthielt sie, außerdem ein rotes Blatt, auf dem die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schriftlich Fragen stellen konnten, vier beige Schmierblätter, das Aufgabenblatt und drei Blätter für die Reinschrift samt Lösungen und Lösungswege beziehungsweise Begründung.
Dass Maja und David in ihrem jungen Alter die Prüfungssituation nicht nur souverän gemeistert haben, sondern auch sehr erfolgreich gewesen sind, beweisen ihre Platzierungen: Maja kann stolz auf Platz 9 und David, wie er betont, den „geteilten“ ersten Platz schauen.
Ein Wermutstropfen allerdings bleibt – vor allem bei David: Für den Bundeswettwerb kann man erst ab Klasse 8 nominiert werden. Ganz klar, dass beide Mathe-Asse auch im nächsten Jahr wieder mitmachen wollen und erneut versuchen werden, den Matheolymp zu erklimmen.
Schulsprecher Jonas Ferel, der selbst schon auf beachtliche Erfolge (nicht nur bei) bei Mathematikwettbewerben zurückschauen kann, ist begeistert von dem Erfolg der beiden Sechstklässler. Auch Jonas hat immer wieder Topp-Ergebnisse erzielen und Topp-Platzierungen verbuchen können und gehört – rein theoretisch – auch in diesem Jahr zum hessischen Team für die Bundesrunde 2020. Leider ist diese wegen des Corona-Virus erst einmal abgesagt worden und es ist fraglich, was kommt.
Wer von diesen drei Leibniz-Assen hört, zählt eins und eins ziemlich leicht zusammen und ist sicher: Hier geht noch was!

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